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Das ist der Dom zu Köllen !
Auszug aus :
Deutschland ein Wintermärchen | Heinrich Heine 1797 - 1856
| Doch siehe ! dort im Mondenschein. den kolossalen Gesellen ! Er ragt verteufelt schwarz hervor. Das ist der Dom zu Köllen ! | Tiens, regarde ! Là-bas au clair de lune, l‘énorme compagnon ! Sa noirceur démoniaque se pointe dans le ciel. C‘est le dôme de la cathédrale de Cologne ! |
| Er sollte des Geistes Bastille sein, und die listigen Römlinge dachten : "In diesem Riesenkerker wird die deutsche Vernunft verschmachten !" | On a voulu faire de lui une Bastille pour l‘esprit, et ces roublards de Romains ont pensé : „Dans ce cachot géant, la raison des Allemands va s‘évanouir !“ |
| Da kam der Luther, und er hat sein großes »Halt !« gesprochen - Seit jenem Tage blieb der Bau des Domes unterbrochen. | Mais Luther vint qui prononça sa grande parole „Arrêtez-vous !“ Depuis ce jour, la construction du dôme cessa. |
| Er ward nicht vollendet - und das ist gut. Denn eben die Nichtvollendung macht ihn zum Denkmal von Deutschlands Kraft und protestantischer Sendung. | On ne l‘a pas terminé - Et c‘est très bien. Car c‘est son inachèvement qui fait de lui un monument À l‘énergie allemande et À sa vocation protestante. |
| Ihr armen Schelme vom Domverein, Ihr wollt mit schwachen Händen fortsetzen das unterbrochene Werk, und die alte Zwingburg vollenden ! | Pauvres coquins de l‘association du dôme, de vos faibles mains vous voulez continuer l‘œuvre inachevée, vous voulez terminer le gigantesque cachot ! |
Heinrich Heine : aus Caput VI „Deutschland ein Wintermärchen“ 1844
I - Beantworten sie folgende Fragen :
1. Mit welchen Wörtern zeigt der Dichter, dass ihm der Kölner Dom unheimlich vorkommt ?
2. Inwiefern sieht er im Kölner Dom eine intellektuelle Gefahr ?
3. Welche Rolle spielte Martin Luther ?
4. Warum freut sich Heinrich Heine über die Unterbrechung des Dombaus ?
5. Welche Anklage erhebt der Dichter gegen die Leute, die den Bau zu Ende führen möchten ?
II - Expression personnelle
Schreiben Sie einen Brief an Heinrich Heine, in dem Sie ihm vom Schicksal Kölns und des Doms während und nach dem Zweiten Weltkrieg erzählen. Nehmen Sie dabei Bezug auf Heinrich Heines Verse über den „schwarzen Gesellen“. (Circa 12 Zeilen)
auteur de cet article : Suzanne Glaner
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